Die Murderdolls profitiern natürlich klar davon, dass Guitarrist Joey Jordison Schlagzeuger bei Slipknot ist. Dies scheint aber nicht alleine für ihren Erfolg zu sprechen, denn die Show war ausverkauft und zwischen den ganzen Kids habe ich mich dann noch eingereiht, eine gute, alte Punkrock-Show zu genießen. Nach dem im letzten jahr erschienenen Album "Beyond The Valley Of The Murderdolls" gibt es jetzt endlich Nachschub in Form einer EP mit dem Billy idol-Song "White Wedding". Wie es dazu kam und was weiter geplant ist, erzählte mir Joey im Backstage. Wie der so ist wollten viele Leute von mir wissen. Nunja, vile Antworten klangen sehr auswendig gelernt un im zarten alter von 28 schienen schon Starallüren vorhanden zu sein, aber dennoch schien es ihm wichtig über unser medium mit den Fans zu kommunizieren. Zuallererst wollte ich wissen, wie das nun mit den sogenannten Sessionmusikern, der Rhytmusgruppe aus Eric Griffin (Bass) und Ben Graves (Drums), ist. Diese spielen seit dem allerersten Konzert im Juni letzten Jahres mit und stehen auch im Booklet der ersten CD. " Es ist eine Fehlannahme, dass sie nur auf der ersten Tour mitspielen. Sie sind jetzt Vollzeit-Bandmitglieder. Das Ding war nur, dass ich sie noch nicht hatte, als wir das Album aufgenommen haben. Wir haben uns verschiedene Leute angehört, bevor ich sie dann angeheuert habe", erklärt joeydiesen Misstand. Es bleibt natürlich die frage, wie man zusammenfindet, wenn alle leute aus verschienden Bands kommen und teilweise aus anderen Städten. "Zuerst haben Wednesday 13 und ich die Platte aufgenommen und ich war von ihm begeistert. Dann habe ich Acey auf tour mit seiner alten band Dope gesehn und fand ihn gut. Die beiden anderen Jungs habe ich dann durch Demotapes herausgesucht", spricht der klampfer seine Begeisterung über diese Zusammenkunft aud. Nun erscheint die EP, aber alle Murderdollsfans warten sicherlich auf einen weiteren Longplayer. Diese Fans kann Joey aber getrost beruhigen: "Wir schreiben gerade an einem neuen Album und haben schon über die Hälfte des Materials fertig als Demo. Wir werden es wohl aufnehmen whärend der einmonatigen Pause, die ich in der nächsten Slipknot-Tour habe. Dann habe ich nicht zu tun und wir haben hoffentlich das ganze material bis dahin fertig." Einen kleinen Einblick darüber, in welche Richtung es geht, gibt es aber schon vorab: " Die Lyrics sind noch nicht ganz fertig, aber unser Zeug hat immer mehr ein offenes Ende und den Spaßfaktor. Diesmal wird aber alles einen etwas langsameren und schleppenderen Vibe haben. Wir werden aber mit dem Beat , der auch auf der ersten Platte war, weitermachen. Es wird wieder Punkrock mit Metalriffs sein. Das Songwriting wird aber etwas reifer sein und die Produktion ein wenig besser klingen." Bessere produktion? Na die haben ja anscheinend genug Kohle (Das war aber auch dann der Moment, in dem ich ihm ein kleines Lachen abverlangen konnte.), aber wenn das Songwriting erwachsener werden soll, könnten ja auch Leute in unserem Alter dort wieder aufschlagen. Sehr witzig ist übrigens die Zusammenarbeit mit seinem Freund Marilyn manson, da beide gegenseitig in ihren Videos, "Dead In Holywood" (Murderdolls) und "Tainted Love" (Manson) auftauchen. " Wir kennen uns schon seit Ende 2000 und sind schon zusammen auf Tour gegangen, haben einen Remix zum"Fight Song" gemacht und einige songs zusammen geschrieben, die wir vielleicht irgendwann in der Zukunft zusammen verwenden. Außerdem möchte er auch, dass wir einige Remixes für sein neues Album machen." Zu religiösen Gemeinsamkeiten kann Jordison nicht viel erzählen, denn Mansons Mitgliedschaft in der Church Of Satan ist nicht mehr so aktiv und Joey weis auch nicht, ob Manson, der sich momentan nur als Musiker sieht, bei dieser Sache noch dahinter steht. Das nächste Ding ist also die "White Wedding EP", was, ohne dass er es wusste, auch schon von Sentenced gecovert wurde. Sänger Wednesday 13 hatte die Idee dazu, weil er es schon mit seiner alten Band gespielt hat. "Wenn Sentenced das schon gecovert haben, wird es definitiv ganz anders als unsere Version klingen. Wir machen völlig andere Musik", meint Joey dazu. 25% Liyrics stammen übrigens auch aus seiner Feder. Die anderen übernimmt Wednesday 13. Ihren Stil bezeichnen sie als Blood 'n' Guts Rock 'n' Roll und sind dabei sehr von alten Schockrockern wie Alice Cooper und alten Horrorfilmen inspiriert. In diesem bereich mögen sie auch nur den alten Kram, wie Necromantik oder Texas chainsaw Massacre. Neue Filme sagen ihnen garnicht zu. Die Arbeit mit Joeys anderen Bands klappt neben den Murderdolls übrigens noch immer hervorragend, so macht er z.B gerade ein Black.Metal-Projekt mit Killjoy von Necrophagia.Black Metal zählt neben Glamrock zu seiner absoluten Lieblingsmusik, jedoch denkt er, dass er eher in die Gothik-Kategorie einzuordnen ist, zählen doch Bauhaus und Christian Death zu seinen Lieblingsbands. Neben der Tour konnte man u.a. noch das Vergnügen auf Open Airs wie Roskilde oder Rock im Park haben und er hält seine Fans wirklich hoch: "Ich danke den Fans wirklich, dass sie zu den Shows meiner beiden Bands kommen und ohne sie, wäre ich nichts. Sie geben mir etwas, für das es sich zu leben lohnt." <=
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