<= Metal Heart Interview Oktober 2003 / Auf ein Absinth mit Joey Jordison =>

Das der charismatische Schlagzeuger und Gitarrist joey Jordison ganz gerne mal einen heben geht, dürfte sich spätestens seit der letzten Murderdolls-Tour herumgesprochen haben. Das sein liebstes Getränk Absinth ist, vermutlich auch. Dementsprechend okay findet er es sich mit uns über gepflegtes trinken unterhalten zu müssen. "Dazu kann ich durchaus ein bischen was erzählen", nickt er sofort. Was folgt, ist ein sehr angeregtes und interessantes Gespräch, oder besser gesagt: ein tribut an den Absinth. Viel Spaß!

Metal Heart: Dein Lieblingsdestillat ist Absinth, das ist mittlerweile bekannt. Damit hast du dir nicht unbedingt ein getränk ausgesucht, das leicht zu bekommen ist.

Joey: Absinth ist sogar verdammt schwierig zu bekommen. In den USA ist das zeug ja nach wie vor verboten, und ich habe mir kürzlich erst 15 Flaschen gekauft, als ich auf Tour in Portugal war. Ich habe das Ganze dann per Post nach Amerika geschickt. Der Spaß hat mich knapp 400 Dollar gekostet.Als ich schließlich zu Hause ankam, musste ich feststellen, dass sieben der 15 Flaschen beim transport zerbrochen waren.

MH.: Mixt du Absinth mit irgendetwas oder trinkst du ihn pur

J: Meistens pur. Ich habe zwar die komplette Ausrüstung wie Mörser oder Utensilien, um den Absinth zu flambieren, im Haus, aber meist dauert mir das zu lange. Ich gebe ein bischen Zucker dazu und vermische das Ganze. das ist perfekt für mich.

MH: Wann warst du das erste mal richtig betrunken?

J: Als ich in der siebten Klasse war. Ich war auf einer Party und fand es ziemlich lustig, dort alles Mögliche in mich hineinzukippen. meine Eltern haben mir anschließend die Hölle heiß gemacht. Sie hatten nicht erwartet, dass wir auf der Party Alkohol trinken würden, und waren dementsprechend schockiert. Das werde ich nie vergessen.

MH.: Kansst du verschiedene alkoholische Getränke auseinander trinken?

J: Kommt darauf an, was. Wein und Bier durcheinander zu trinken ist so ziemlich das fatalste, was man machen kann. Da sind die Mörder-Kopfschmerzen vorprogrammiert. Ein Bier-und-Wein-Hangover ist ohnehin der schlimmste, den man haben kann. Wenn man bei härterem alkohol bleibt und den mischt, dann ist es beser. Das schafft den Körper nicht ganz so.

MH.: hast du ein Rezept gegen Kater?

J: Ein ziemlich gutes sogar! Was auch immer dein Hauptgetränk am Abend davor war - schenk' dir genau so eines am Morgen danach nocheinmal ein und trinke es auf nüchternen Magen. Das hilft. Der Hangover kommt ja daher, weil der Körper versucht, den Alkohol abzubauen. Und wenn man zuviel davon erwischt hat, dann muss er das langsamer tun, sonst fühlt man sich wie ein Haufen Scheiße. Also sollte man stets von dem, was man am Abend davor am meisten getrunken hat, am nächsten Tag nochmal ein Glas zu sich nehemen. Man wird davon nicht betrunken, man fühlt sich nur besser.

MH.: Da spricht jemand aus Erfahrung?

J: Definitiv. Ich mache das immer so. Erst danach fühle ich mich imstande, duschen zu gehen und Nahrung aufzunehemen. Und sobald man das geschafft hat, ist das Schlimmste eh überstanden

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