WE PROTEST!!!

Die Debatte um Phil Anselmo und der damit entfachte Diskurs über rassistische Anteile im Metal ist Anfang des Monats verdammt heiss aufgeflammt. Es wurde heftig diskutiert und große Namen der Szene, wie Rob Flynn und nicht zuletzt Götz Kühnemund haben sich kritisch geäußert. Letzterer stellte sogar die “Sauberkeit” innerhalb der Metal-Szene in weitaus höhererm Maße als je zuvor in Frage.
Sowohl Anselmo, als auch die aktuelle politische Situation in Deutschland war und ist natürlich auch Bloodspotintern ein großes Thema und wir haben uns nun entschieden der schnell erloschenen Flamme in Sachen Rassismus und Metal nochmal ordentlich Feuer zu geben! Maßgebend für diese Entscheidung ist die immer weiter um sich greifende, rassistische Hetze und der Anstieg fremdenfeindlicher Gewalt in Deutschland, deren Maß an Verachtung und Niederträchtigkeit für uns kaum noch zu ertragen ist. Genaueres brauchen wir an dieser Stelle nicht zu benennen, die Medien sind voll davon.
Schon seit Längerem müssen wir zudem feststellen, dass gerade auch innerhalb unserer lokalen Metalszene rechtsradikales und rassistisches Gedankengut weiter um sich greift. Wir haben endgültig die Schnauze voll davon und wollen in aller Deutlichkeit loswerden, dass es aus unserer Sicht weder innerhalb Deutschlands, noch innerhalb der Metalszene, noch sonstwo eine sinnvolle Legitimation für rechtsradikales Gedankengut, sowie für daraus resultierende Taten gibt. Nationalismus, Fremdenfeindlichkeit und die systematische Diskriminierung von Minderheiten (Homosexualität, Sucht, Migration, Behinderung)- und dafür steht die rechte Szene, auch wenn sie es gerne etwas netter verkaufen möchte, nunmal eindeutig – haben mit freiheitlichen Idealen, die immer auch identifikatorische Grundlage des Heavy Metal waren und nach wie vor sind, nichts gemein.
Wir stellen uns entschieden und mit aller uns zur Verfügung stehenden Kraft gegen diese rechtsradikale Stimmungsmache, gegen die damit verknüpften Hassbotschaften und gegen deren Propagandisten und Befürworter! Vielmehr noch wollen wir uns für Menschlichkeit, Solidarität mit Notleidenden und Schutzsuchenden und für ein freiheitlich und respektvoll geprägtes Miteinander aussprechen! Wer sich jedoch in vollem Bewußtsein innerhalb rassistisch und rechtsradikal geprägter Kreise bewegt und dort wie auch immer geartet tätig wird, darf nicht mit unserer Freundschaft rechnen. Es sei aber ebenso deutlich gesagt, dass wir Niemaden, der auf uns zukommt, impulsiv verstoßen werden. Unsere Bereitschaft in einen offenen und konstruktiven Dialog zu treten ist groß. Vor allem mit Jenen, die aus der rechten Szene aussteigen wollen!
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The dispute about Phil Anselmo and the discourse about racism in metal did burn very hot at the beginning of this month. There where heavy discussions and some big names of the metal scene, like Rob Flynn and not at least Götz Kühnemund (chief editor of german metal magazine “DEAF FOREVER”) did express criticism. Kühnemund even questioned the “purity” of the metal-scene far more than ever before.
Anselmo, as well as the current political circumstances in Germany, was and still is a big topic for Bloodspot. Now we decided to fan the flame about racism in metal again! The most important reason for this decision is that racist agitation and xenophobic violence increases in Germany right now. The dimension of scorn and perfidy is just disgusting. We don’t need to mention any example, the media is full of it.
We recognized that there has been racist and right-wing extremist ideas spreading around in our local metal scene for quite some time now. We can’t stand it any longer! So we have to say as clear as we possibly can, that there is no meaningful legitimation of racist ideas! Not in Germany, not in the metal-scene, not somewhere else on this planet. Nationalism, xenophobia and systematic discrimination of minorities (homosexual people, addicts, refugees, disabled people) – and thats what the right-wing scene in Germany definitely stands for, even if they try to convince us of a more polite version of their ideas – doesn’t fit with liberal ideas, which always were and still are identificational roots of Heavy Metal.
We resolutely stand up against racist-motivated cheap propaganda, messages of hate and against those who carry and spread them. In fact we want to speak out for humaneness, solidarity with people in default and people that seek for protection.
one who decides in his or her right mind to be part of racist and extremly right-wing circles, doesn’t need to anticipate our friendship. Just as well we have to make clear that no one who will step up to us will be impulsively rejected. We’ve got a big willingness for an open and constructive dialogue. Especially with those who want to get out of the racist scene!

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